Startseite
Zuchtgeschichte
Standard
Besonderheiten
Bildergalerie
Über mich
Stallanlage
Ausstellungen
Aktuelles
Die Bedeutung von Milchsäurebakterien (probiotische Milchsäurekulturen) liegt primär in ihrer positiven Wirkung im Hinblick auf eine intakte Darmflora und ein intaktes Immunsystem.
Der Darm ist nicht nur für Verdauungsprozesse zuständig, sondern wichtiger Bestandteil des Immunsystems mit großen Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Grundvoraussetzungen für seine immunologische Leistung sind eine ausgewogene Zusammensetzung der Darmflora und eine intakte Darmwand.
Hier setzt die Wirkung von Milchsäurebakterien ein. Sie bilden Milchsäure, die den ph-Wert im Verdauungstrakt reguliert und damit die Entwicklung pathogener Erreger hemmt. Während des Verdauungsprozesses versorgen die Milchsäurebakterien die Darmschleimhaut mit Energie und lösen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme aus der Nahrung.
Eine weitere wichtige Aufgabe der Darmflora ist die Entgiftung
des Darms. Sie baut Gifte ab, die durch Gär- und Fäulnisprozesse
während der Verdauung entstehen. Und nicht zuletzt regt eine gesunde
Darmflora die Peristaltik (Bewegung) des Darmes an und unterstützt
so den notwendigen Ausscheidungsvorgang.
Wie entstehen Milchsäurebakterien?
Bei der Milchsäuregärung wird Zucker durch Milchsäurebakterien in Milchsäure umgewandelt. Das Wissen um diesen Prozess kann man sich zu Nutze machen.
Zur Herstellung von hochkonzentrierten Milchsäurebakterien setzt man eine Mischung aus Wasser, ökologischer Zuckerrohrmelasse und Milchsäurekulturen an und bewahrt diese bei einer bestimmten, möglichst gleichbleibenden Temperatur auf. Im Laufe von ca. drei Wochen wird der Zuckergehalt in Milchsäure umgewandelt, bis dann der Umwandlungsprozess bei einem ph-Wert von 3,5 zur Ruhe kommt.
Übrigens ist die Milchsäuregärung auch unter dem Namen Fermentierung bekannt. Sie kommt etwa bei der Herstellung von Sauerkraut oder Joghurt zur Anwendung.
Nach diesen drei Wochen befinden sich die Milchsäurebakterien in einem Ruhezustand und sind gekühlt unter Luftabschluss haltbar. Wenn diese hochdosierten Milchsäurekulturen in ein anderes, ihnen genehmes Milieu kommen, z.B. den Verdauungstrakt des Kaninchens, beginnen sie sich zu vermehren und ihre positive Wirkung zu entfalten.
Was im Darm geschieht
Einerseits verdrängen die Milchsäurekulturen schädliche Bakterien und Pilze aus dem Darm, andererseits bauen sie die Darmflora wieder auf und verhindern somit Verstopfung und die Bildung von Giftstoffen. Sie sorgen für ein gesundes Gleichgewicht im Darm und für ein besseres Innenklima im Körper. Dadurch werden wiederum Immunsystem und Abwehrkräfte gestärkt - die Kaninchen werden vitaler und sind nicht mehr so anfällig für Krankheitserreger.
Da mir die eigene Herstellung zu aufwändig ist, setze ich in meiner Zucht das flüssige Siliermittel Silovit ein. Es enthält neben den Milchsäurebakterien zusätzlich noch Kräuterauszüge und andere nützliche Mikoorganismen, die sich positiv auf die Verdauung und das Immunsystem auswirken.
Folgende Anwendungen von Milchsäurebakterien haben sich in meiner Zucht bewährt:
Aus eigener Erfahrung
Selbstverständlich sollten sowohl Sprühgerät als auch Spritzen (gibt es für wenig Geld in jeder Apotheke) äußerst sauber sein.
Folgende positive Effekte konnte ich beobachten:
Hinweise und Gedanken
Natürlich handelt es sich bei Milchsäurebakterien nicht um ein Allheilmittel - Tierverlust gab es immer und wird es immer geben. Fragen sollten wir uns aber, ob es sinnvoll ist, anfällige Tiere durch Medikamenteneinsatz hochzupäppeln und so die natürliche Auslese zu umgehen. Ist das nicht im Hinblick auf das Ziel, sich einen robusten Zuchtstamm zu erzüchten, eher kontraproduktiv?
Bedenken Sie vor allem, dass Antibiotika und Desinfektionsmittel nicht nur schädliche Erreger, sondern auch viele nützliche Bakterien abtöten. Deshalb sollten Antibiotika nur bei zwingender Notwendigkeit - also bei akuten, lebensbedrohenden Infektionen - und Desinfektionsmittel nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Ein Desinfizieren von Stallanlagen ist bei regelmäßigem Entmisten und Verwendung von Milchsäurekulturen auch völlig überflüssig. Aus eigener mehr als zweijähriger Erfahrung (Stand: Sommer 2007) kann ich sagen: Es geht durchaus ohne!
Übrigens eignet sich Silovit auch ganz hervorragend, um nach dem Einsatz von Antibiotika die arg in Mitleidenschaft gezogene Darmflora rasch wieder zu regenerieren. Dies gilt für Kaninchen ebenso wie für Menschen...
Lagerung
Das Siliermittel ist hauptsächlich in 3 Liter Kanistern erhältlich. Da sich die Haltbarkeit durch Lufteinwirkung vermindert, empfiehlt es sich, das Mittel in kleinere Flaschen umzufüllen, aus denen dann der tägliche Bedarf entnommen wird.
Der niedrige ph-Wert lässt die Produkte übrigens säuerlich riechen; ist der säuerliche Geruch nicht mehr vorhanden, sollte man von weiterer Verwendung absehen.
Lagerung: möglichst kühl und dunkel, etwa im Keller oder im Kühlschrank. Milchsäurebakterien sind sehr lichtempfindlich, daher empfiehlt sich überdies die Verwendung getönter Flaschen. Bei Kellerlagerung die Flaschen bitte nicht direkt auf Beton (Boden) oder Metall (Regal) abstellen, lieber ein Brett unterlegen.
Für weitere Informationen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung! Wer möchte, kann Silovit und einige ähnliche Produkte - etwa für den menschlichen Verzehr oder für die Verwendung im Garten - auch direkt bei mir beziehen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vita-upen.de.